Man hat sich im täglichen Leben so sehr darauf eingestellt, dass es unmöglich scheint, darauf verzichten zu können. Der Strom ist uns so nötig geworden wie das tägliche Brot. Es gibt immer und immer mehr Geräte, die uns den Alltag erleichtern und positive Dienste leisten, durch die wir aber total vom Strom abhängig geworden sind. Es könnte fast mit einer Sucht verglichen werden. Doch bei einer Sucht kann man durch den Gebrauch des eigenen Willens auf das Suchtmittel verzichten, während man beim Strom schon so sehr darauf eingestellt ist, dass man nicht mehr wirklich in der Lage ist, ohne ihn auszukommen.
Natürlich kann als Ersatz auf einen Gasofen umgestellt werden, oder das Haar kann auf natürlichem Wege trockenen, was im Sommer ja sogar noch angenehm ist. Auch das Licht kann durch Kerzen und Gaslampen ersetzt werden. Doch was ist mit den vielen anderen Kleinigkeiten, auf die wir nicht mehr verzichten können oder wollen? Musik hören, Fernsehen, Computer mit Internet und was noch schlimmer ist, die meisten Heizungen sind ohne Strom nicht zu gebrauchen. Auf den Toaster könnte man noch verzichten und der Kaffee kann von Hand aufgebrüht werden, doch was ist mit der Waschmaschine? Wer besitzt heute noch die erforderlichen Utensilien, um Wäsche ohne Maschine waschen zu können? Macht man sich mal seine Gedanken darüber, so ist es erschreckend zu erkennen, was alles in einem Haushalt vom Strom abhängt.
Und dann kommt einmal im Jahr die Strom-Abrechnung. Natürlich wurde der Stromabschlag monatlich gezahlt, doch entweder ist übers Jahr, ohne dass man es selbst registriert hat, der Strompreis erhöht worden und das wurde überhaupt nicht bedacht, oder die Anzahl der stromabhängigen Haushaltsgeräte hat sich durch Tiefkühltruhe, Wäschetrockner oder Geschirrspüler noch weiter vergrößert. Je nach Heizungsart kann auch dieser Kostenpunkt erheblich gestiegen sein, weil der Winter zu lang oder zu kalt war. Was auch immer der Auslöser ist, die meisten Verbraucher sind betroffen, wenn ihre neue Strom-Abrechnung bei ihnen ankommt. Manche Menschen zahlen mittlerweile mit ihrer monatlichen Strombelastung schon fast eine zweite Miete, weil der Strompreis einfach zu hoch ist.
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